Kartoffeln mit rauer, rissiger oder schorfiger Schale sind im Garten keine Seltenheit. Der sogenannte Kartoffelschorf kann die Knollen unansehnlich machen und bei starkem Befall die Qualität der Ernte beeinträchtigen. Für viele Hobbygärtner stellt sich deshalb die Frage: Warum bekommen Kartoffeln Schorf und was kann man dagegen tun?
Die gute Nachricht ist, dass Kartoffelschorf nicht automatisch bedeutet, dass die gesamte Ernte unbrauchbar ist. Entscheidend ist, die Ursache zu verstehen und bei der nächsten Anbausaison einige wichtige Maßnahmen zu beachten.
Was ist Kartoffelschorf?
Kartoffelschorf zeigt sich meist als raue, korkartige Stellen auf der Oberfläche der Knollen. Je nach Stärke des Befalls können kleine einzelne Flecken oder größere zusammenhängende Bereiche entstehen.
Die Erkrankung betrifft hauptsächlich die Schale. Bei oberflächlichem Schorf bleibt das Innere der Kartoffel häufig unbeschädigt und kann nach gründlichem Schälen noch verwendet werden.
Stark befallene oder beschädigte Knollen sollten dagegen sorgfältig aussortiert werden.
Warum bekommen Kartoffeln Schorf?
Eine wichtige Ursache für gewöhnlichen Kartoffelschorf ist ein trockener Boden während der Knollenbildung. Besonders in warmen Sommerperioden kann die Gefahr steigen, wenn die Kartoffelpflanzen nicht ausreichend mit Wasser versorgt werden.
Auch bestimmte Bodenbedingungen können die Entwicklung von Schorf begünstigen. Ein zu hoher pH-Wert des Bodens kann beispielsweise das Risiko für gewöhnlichen Kartoffelschorf erhöhen.
Darüber hinaus spielt die Sortenwahl eine Rolle, denn Kartoffelsorten unterscheiden sich in ihrer Anfälligkeit.
Gleichmäßige Wasserversorgung ist wichtig
Die Phase der Knollenbildung ist besonders empfindlich. Wenn der Boden in dieser Zeit stark austrocknet, kann dies die Entstehung von Schorf begünstigen.
Deshalb sollte der Boden bei Trockenheit möglichst gleichmäßig feucht gehalten werden. Es geht jedoch nicht darum, die Kartoffeln ständig nass zu halten. Staunässe kann ebenfalls Probleme verursachen und sollte unbedingt vermieden werden.
Eine Mulchschicht kann dabei helfen, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten und starke Temperaturschwankungen zu reduzieren.
Was kann man mit bereits befallenen Kartoffeln machen?
Wenn die Kartoffeln bereits geerntet wurden und Schorf zeigen, lassen sich die Knollen zunächst nach Stärke des Befalls sortieren.
Kartoffeln mit leichtem, oberflächlichem Schorf können häufig nach gründlichem Waschen und großzügigem Schälen noch verwendet werden. Die betroffenen Stellen sollten vollständig entfernt werden.
Stark beschädigte, faulende oder ungewöhnlich aussehende Knollen sollten dagegen nicht für den Verzehr verwendet werden.
Wie lässt sich Kartoffelschorf im nächsten Jahr vermeiden?
Eine wichtige Maßnahme ist die richtige Fruchtfolge. Kartoffeln sollten nicht jedes Jahr am gleichen Standort angebaut werden. Ein Wechsel mit anderen Kulturen kann helfen, den Krankheitsdruck zu reduzieren.
Auch die Auswahl geeigneter Sorten ist wichtig. Beim Kauf von Pflanzkartoffeln lohnt es sich, auf gesunde und möglichst widerstandsfähige Sorten zu achten.
Der Boden sollte außerdem nicht unnötig stark gekalkt werden, wenn bereits ein Problem mit gewöhnlichem Kartoffelschorf besteht. Eine Bodenuntersuchung kann helfen, den pH-Wert und die Nährstoffversorgung besser einzuschätzen.
Kartoffeln richtig ernten und lagern
Nach der Ernte sollten die Kartoffeln vorsichtig behandelt werden. Verletzungen der Schale können die Lagerfähigkeit beeinträchtigen und das Eindringen von Krankheitserregern erleichtern.
Vor der Einlagerung sollten die Knollen kontrolliert und beschädigte Exemplare aussortiert werden. Für die Lagerung eignet sich ein kühler, dunkler und gut belüfteter Ort.
Kartoffeln sollten außerdem nicht zusammen mit faulenden Knollen gelagert werden, da sich Probleme sonst schnell auf weitere Kartoffeln ausbreiten können.
Fazit
Kartoffelschorf kann verschiedene Ursachen haben. Besonders trockene Bedingungen während der Knollenbildung und ungünstige Bodenverhältnisse können das Auftreten von gewöhnlichem Schorf begünstigen.
Bereits befallene Kartoffeln müssen bei leichtem oberflächlichem Schorf nicht automatisch entsorgt werden. Nach gründlicher Kontrolle und großzügigem Schälen können sie häufig noch verwendet werden.
Für die kommende Saison sind eine ausgewogene Fruchtfolge, eine geeignete Sortenwahl, eine gleichmäßige Wasserversorgung und eine angepasste Bodenpflege wichtige Maßnahmen, um das Risiko von Kartoffelschorf zu verringern.
Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.