Wenn Tomaten plötzlich schwarze Flecken bekommen und zu faulen beginnen, kann die Freude über eine reiche Ernte schnell vorbei sein. Besonders bei feuchtem Wetter, starken Temperaturschwankungen oder unregelmäßiger Wasserversorgung treten Probleme an Früchten und Blättern häufiger auf.
Mit einigen einfachen Pflegemaßnahmen lässt sich das Risiko jedoch deutlich reduzieren. Entscheidend ist zunächst, die Ursache der schwarzen Stellen richtig zu erkennen.
Warum werden Tomaten schwarz und faulen?
Schwarze oder dunkelbraune Stellen an Tomaten können verschiedene Ursachen haben. Häufig wird Blütenendfäule beobachtet. Dabei entsteht meist an der Unterseite der Frucht, gegenüber dem Stielansatz, zunächst ein dunkler, eingesunkener Fleck.
Eine wichtige Rolle spielt dabei eine ungleichmäßige Wasserversorgung, durch die die Pflanze Kalzium nicht ausreichend zu den wachsenden Früchten transportieren kann.
Schwarze Flecken können jedoch auch durch Pilz- oder Bakterienkrankheiten entstehen. Deshalb sollte man nicht jede dunkle Stelle automatisch mit demselben Mittel behandeln.
Das Wichtigste gegen Blütenendfäule: gleichmäßig gießen
Wenn die Tomaten an der Unterseite schwarz werden, ist eine gleichmäßige Wasserversorgung besonders wichtig.
Der Boden sollte weder vollständig austrocknen noch dauerhaft nass sein. Gießen Sie lieber gründlich im Wurzelbereich, anstatt die Pflanzen jeden Tag nur oberflächlich zu befeuchten.
Eine Mulchschicht aus geeignetem organischem Material kann helfen, die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßiger zu halten.
Kalzium richtig einsetzen
Bei Blütenendfäule wird häufig empfohlen, Kalzium auszubringen. Wichtig ist jedoch: Das Problem entsteht nicht unbedingt durch einen tatsächlichen Kalziummangel im Boden. Häufig kann die Pflanze vorhandenes Kalzium aufgrund von Wasserstress nicht ausreichend zu den Früchten transportieren.
Deshalb sollte eine Kalziumgabe nicht als alleinige Lösung betrachtet werden.
Wenn ein tatsächlicher Nährstoffmangel vermutet wird, kann eine Bodenanalyse sinnvoll sein. Erst danach lässt sich gezielter entscheiden, ob eine zusätzliche Düngung notwendig ist.
Was tun bei kranken Tomaten?
Wenn schwarze Flecken auf Blättern, Stängeln oder Früchten auftreten und sich schnell ausbreiten, kann eine Krankheit dahinterstecken.
Entfernen Sie stark befallene Blätter und Früchte vorsichtig und entsorgen Sie sie außerhalb des Komposts, wenn ein Krankheitserreger vermutet wird.
Wichtig ist außerdem, dass die Tomatenpflanzen ausreichend Abstand haben. Ein zu dichtes Pflanzen sorgt für schlechte Luftzirkulation und verlängert die Feuchtigkeit auf den Blättern.
Tomaten nicht von oben gießen
Eine der wichtigsten Regeln bei der Tomatenpflege lautet: Das Laub möglichst trocken halten.
Gießen Sie direkt am Boden beziehungsweise im Wurzelbereich. Wasser auf den Blättern kann bei geeigneten Wetterbedingungen die Ausbreitung bestimmter Pilzkrankheiten begünstigen.
Besonders am Abend sollte vermieden werden, dass die Pflanzen lange nass bleiben.
Ein einfaches Mittel: Backpulver?
Im Internet wird häufig eine Mischung aus Backpulver und Wasser gegen Tomatenkrankheiten empfohlen. Solche Hausmittel können die Pflanzen jedoch schädigen, wenn sie zu konzentriert angewendet werden, und ihre Wirkung gegen etablierte Krankheiten ist nicht zuverlässig.
Deshalb sollte Backpulver nicht als sichere Behandlung gegen jede Form von schwarzen Flecken betrachtet werden.
Bei einem tatsächlichen Krankheitsbefall sind die Entfernung befallener Pflanzenteile, gute Belüftung und eine passende Fruchtfolge wichtige Maßnahmen. Falls ein Pflanzenschutzmittel erforderlich ist, sollte ausschließlich ein für Tomaten zugelassenes Produkt entsprechend der aktuellen Gebrauchsanweisung verwendet werden.
So schützen Sie Tomaten vor Fäulnis
Neben der richtigen Behandlung ist die Vorbeugung besonders wichtig.
Achten Sie auf:
- gleichmäßige Wasserversorgung;
- einen gut drainierten Boden;
- ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen;
- gute Luftzirkulation;
- möglichst trockenes Laub;
- regelmäßige Kontrolle der Früchte;
- Entfernung stark befallener Pflanzenteile;
- ausgewogene Düngung;
- keine übermäßigen Stickstoffgaben.
Tomaten richtig düngen
Auch eine Überdüngung kann Probleme verursachen. Besonders zu viel Stickstoff führt zu kräftigem Blattwachstum, kann aber die Pflanze aus dem Gleichgewicht bringen.
Verwenden Sie besser einen für Tomaten geeigneten Dünger und halten Sie sich an die Dosierung des Herstellers.
Eine ausgewogene Nährstoffversorgung ist wichtiger als möglichst häufiges Düngen.
Was tun mit bereits schwarzen Tomaten?
Früchte mit kleinen, oberflächlichen Schäden können je nach Ursache möglicherweise noch rechtzeitig geerntet und verwendet werden. Stark faule, schimmelige oder unangenehm riechende Tomaten sollten dagegen entsorgt werden.
Bei größeren Mengen befallener Früchte lohnt es sich, auch die übrige Pflanze gründlich zu kontrollieren.
Die wichtigsten Maßnahmen auf einen Blick
Wenn Ihre Tomaten schwarze Flecken bekommen, gehen Sie am besten systematisch vor:
- Ursache bestimmen: Liegt die Stelle an der Blütenseite oder breitet sie sich über Frucht und Blätter aus?
- Gleichmäßig gießen: Trockenstress und starke Schwankungen vermeiden.
- Laub trocken halten: Immer möglichst direkt am Boden gießen.
- Für Luftzirkulation sorgen: Zu dichtes Laub vorsichtig auslichten.
- Befallene Pflanzenteile entfernen: Stark kranke Früchte und Blätter nicht an der Pflanze lassen.
- Nährstoffversorgung prüfen: Kalzium nicht blind dosieren, sondern bei Bedarf den Boden untersuchen.
- Keine aggressiven Hausmittel verwenden: Zu hohe Konzentrationen können die Blätter zusätzlich schädigen.
Fazit
Schwarze und faulende Tomaten sollten möglichst früh kontrolliert werden. Bei Blütenendfäule spielen eine gleichmäßige Wasserversorgung und eine gute Nährstoffversorgung eine besonders wichtige Rolle. Bei schwarzen Flecken durch Krankheiten sind dagegen Hygiene, Luftzirkulation und das Entfernen befallener Pflanzenteile entscheidend.
Wer seine Tomaten regelmäßig kontrolliert, richtig gießt und auf eine ausgewogene Pflege achtet, kann das Risiko von Fäulnis deutlich reduzieren und die Ernte besser schützen.
Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.