Kann man Tomaten mit Kraut- und Braunfäule noch essen? Was tun mit der Ernte?

Die Kraut- und Braunfäule gehört zu den häufigsten Problemen beim Tomatenanbau. Besonders gegen Ende des Sommers können sich braune Flecken plötzlich auf Blättern, Stängeln und Früchten ausbreiten. Für viele Hobbygärtner stellt sich dann die wichtigste Frage: Kann man Tomaten mit Kraut- und Braunfäule noch essen oder muss die gesamte Ernte entsorgt werden?

Nicht jede betroffene Tomate muss automatisch weggeworfen werden. Entscheidend ist, wie stark die Frucht befallen ist und ob bereits sichtbare Fäulnis vorhanden ist.

Was ist Kraut- und Braunfäule bei Tomaten?

Die Kraut- und Braunfäule wird durch den pilzähnlichen Erreger Phytophthora infestans verursacht. Feuchte Witterung, häufige Niederschläge, kühle Nächte und eine schlechte Luftzirkulation zwischen den Pflanzen können die Ausbreitung begünstigen.

Zuerst zeigen sich häufig dunkle oder braune Flecken an den Blättern. Später können auch Stängel und Früchte betroffen sein. Auf den Tomaten entstehen unregelmäßige, bräunliche Stellen, die sich schnell vergrößern können.

Kann man Tomaten mit Kraut- und Braunfäule essen?

Hier sollte man genau unterscheiden.

Tomaten mit deutlichen Fäulnisstellen, weichen Bereichen oder starkem Befall sollten nicht gegessen werden. Solche Früchte gehören in den Hausmüll oder – je nach örtlichen Vorgaben – in die dafür vorgesehene Entsorgung. Kranke Tomaten sollten nicht auf den eigenen Kompost gegeben werden, insbesondere wenn dadurch die Verbreitung von Krankheitserregern begünstigt werden könnte.

Anders sieht es bei Früchten aus, die lediglich aus Sicherheitsgründen vorzeitig gepflückt wurden und keine sichtbaren Krankheits- oder Fäulnisstellen aufweisen. Solche gesunden Tomaten können unter geeigneten Bedingungen nachreifen.

Wichtig: Eine Tomate mit einem kleinen braunen oder eingesunkenen Fleck sollte nicht einfach großzügig ausgeschnitten und anschließend roh gegessen werden. Bei sichtbarer Fäulnis ist es besser, die gesamte Frucht zu entsorgen.

Was tun mit gesunden Tomaten aus einem befallenen Beet?

Wenn die Pflanzen bereits von Kraut- und Braunfäule betroffen sind, lohnt es sich, die noch gesunden Früchte regelmäßig zu kontrollieren und gegebenenfalls zu ernten.

Besonders gegen Ende der Gartensaison kann es sinnvoll sein, gesunde, noch grüne Tomaten vor einer weiteren Ausbreitung der Krankheit zu pflücken. Sie können an einem trockenen, geeigneten Ort nachreifen.

Dabei sollten nur Früchte ausgewählt werden, die keine verdächtigen Flecken, Risse oder weichen Stellen zeigen.

Grüne Tomaten nachreifen lassen

Gesunde grüne Tomaten müssen nicht unbedingt direkt verarbeitet werden. Viele Sorten können nach der Ernte noch nachreifen.

Dafür die Früchte vorsichtig abnehmen und an einem trockenen, eher kühlen Ort lagern. Sie sollten regelmäßig kontrolliert werden. Sobald eine Tomate weich wird oder Anzeichen von Fäulnis zeigt, sollte sie aussortiert werden.

Werden die Tomaten einzeln gelagert und regelmäßig kontrolliert, lässt sich die Nachreife besser beobachten.

Was sollte man mit befallenen Pflanzen machen?

Stark erkrankte Tomatenpflanzen sollten möglichst vollständig aus dem Beet entfernt werden. Befallene Blätter und Früchte sollten nicht einfach neben den Pflanzen liegen bleiben.

Nach dem Entfernen der Pflanzen ist es sinnvoll, Gartenwerkzeuge und andere Gegenstände, die mit erkranktem Pflanzenmaterial in Kontakt gekommen sind, gründlich zu reinigen.

Für die nächste Saison sollte außerdem darauf geachtet werden, Tomaten möglichst nicht jedes Jahr am exakt gleichen Standort anzubauen. Ein geeigneter Fruchtwechsel kann helfen, den Krankheitsdruck im Garten zu reduzieren.

So kann man Tomaten vor Kraut- und Braunfäule schützen

Eine vollständige Garantie gegen die Krankheit gibt es nicht. Einige Maßnahmen können das Risiko jedoch deutlich reduzieren:

  • Tomaten möglichst an einem sonnigen und gut belüfteten Standort anbauen.
  • Zwischen den Pflanzen ausreichend Abstand lassen.
  • Blätter möglichst nicht mit Wasser benetzen.
  • Beim Gießen direkt den Boden im Wurzelbereich bewässern.
  • Gewächshäuser regelmäßig lüften.
  • Befallene Blätter und Früchte frühzeitig entfernen.
  • Pflanzen regelmäßig kontrollieren.
  • Robuste beziehungsweise widerstandsfähige Tomatensorten bevorzugen.
  • Am Ende der Saison Pflanzenreste sorgfältig aus dem Beet entfernen.

Besonders wichtig ist eine gute Luftzirkulation. Wenn die Blätter nach Regen oder dem Gießen schnell abtrocknen können, sind die Bedingungen für die Ausbreitung vieler Blattkrankheiten ungünstiger.

Muss die gesamte Tomatenernte weg?

Nein, nicht automatisch. Ein Befall der Pflanzen bedeutet nicht zwangsläufig, dass jede einzelne Tomate unbrauchbar ist.

Gesunde Früchte ohne sichtbare Krankheitszeichen können weiterhin verwendet oder zum Nachreifen eingelagert werden. Tomaten mit deutlichen Fäulnis- oder Befallsstellen sollten dagegen nicht verzehrt werden.

Deshalb lohnt sich eine sorgfältige Sortierung der Ernte. Jede Frucht sollte einzeln kontrolliert werden, bevor sie in die Küche kommt.

Fazit

Kraut- und Braunfäule kann eine Tomatenernte innerhalb kurzer Zeit stark beeinträchtigen. Trotzdem muss man bei den ersten braunen Blättern nicht sofort die gesamte Ernte abschreiben.

Gesunde Tomaten ohne sichtbare Befalls- oder Fäulnisstellen können häufig noch geerntet und nachgereift werden. Tomaten mit deutlichen Fäulnisstellen sollten dagegen entsorgt werden.

Wer seine Pflanzen regelmäßig kontrolliert, befallene Pflanzenteile rechtzeitig entfernt und gesunde Früchte separat lagert, kann oft noch einen Teil der Tomatenernte retten.

Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.

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