Kleine, runde und gelbe Früchte werden im Garten häufig einfach als Mirabellen bezeichnet. Doch nicht jede gelbe kleine Pflaume ist tatsächlich eine Mirabelle. Oft handelt es sich um die Kirschpflaume, auch Alycha genannt. Beide Früchte können sich äußerlich ähneln, gehören aber nicht zur gleichen Art.
Wer einen Obstbaum im Garten hat oder kleine gelbe Früchte sammelt, sollte deshalb genauer hinschauen. Mit einigen einfachen Merkmalen lassen sich Mirabellen und Kirschpflaumen besser unterscheiden.
Was sind Mirabellen?
Mirabellen gehören zur Art Prunus domestica und sind eine spezielle Form der Pflaume. Die kleinen Früchte sind meist rund und können je nach Sorte gelb, goldgelb oder rötlich gefärbt sein.
Reife Mirabellen sind häufig sehr süß und aromatisch. Ihr Fruchtfleisch lässt sich bei vielen Sorten relativ leicht vom Stein lösen.
Mirabellen werden gerne frisch gegessen, aber auch zu Marmelade, Kompott, Kuchen, Saft oder anderen Fruchtzubereitungen verarbeitet.
Was ist eine Kirschpflaume?
Die Kirschpflaume (Prunus cerasifera) ist dagegen eine eigenständige Pflanzenart. Sie wird auch als Alycha oder Kirschpflaume bezeichnet.
Ihre Früchte können gelb, rot, orange oder dunkel gefärbt sein. Je nach Sorte und Reifegrad schmecken sie süß, säuerlich oder leicht herb.
Die Kirschpflaume ist nicht nur als Obstgehölz interessant. Sie wird häufig als robuste Unterlage für andere Steinobstarten verwendet und kann auch als Ziergehölz oder für dichte Hecken eingesetzt werden.
Mirabelle und Kirschpflaume: Die wichtigsten Unterschiede
Auf den ersten Blick sind die Früchte manchmal schwer auseinanderzuhalten. Einige Merkmale können jedoch helfen.
Mirabellen:
- gehören zur Art Prunus domestica
- sind meist klein und rund
- häufig gelb bis goldgelb
- schmecken bei voller Reife sehr süß und aromatisch
- eignen sich hervorragend zum Backen und Einkochen
Kirschpflaumen:
- gehören zur Art Prunus cerasifera
- können gelb, rot oder orange sein
- besitzen häufig einen stärker säuerlichen Geschmack
- sind oft etwas größer oder unterschiedlich geformt
- werden auch als Unterlagen und Heckenpflanzen genutzt
Allerdings gibt es Überschneidungen. Deshalb ist die Farbe allein kein zuverlässiges Bestimmungsmerkmal.
Warum werden die Früchte so oft verwechselt?
Der Hauptgrund ist die große Ähnlichkeit. Sowohl Mirabellen als auch bestimmte Kirschpflaumen können kleine, runde und gelbe Früchte hervorbringen.
Auch regional werden die Früchte unterschiedlich bezeichnet. Im Alltag wird daher nicht immer streng zwischen den Arten unterschieden.
Wer genau wissen möchte, um welche Pflanze es sich handelt, sollte zusätzlich Blätter, Triebe, Blüten, Früchte und den gesamten Wuchs des Baumes betrachten.
Geschmack als Erkennungsmerkmal
Auch der Geschmack kann einen Hinweis geben. Reife Mirabellen sind häufig ausgesprochen süß und haben ein intensives, angenehm fruchtiges Aroma.
Kirschpflaumen können dagegen deutlich säuerlicher schmecken. Manche Sorten entwickeln bei voller Reife ebenfalls eine starke Süße.
Deshalb sollte man sich auch beim Geschmack nicht ausschließlich auf ein einzelnes Merkmal verlassen.
Was kann man mit gelben kleinen Pflaumen machen?
Sowohl Mirabellen als auch Kirschpflaumen können in der Küche vielseitig verwendet werden – vorausgesetzt, die Früchte sind sicher bestimmt und genießbar.
Aus Mirabellen lassen sich beispielsweise köstliche:
- Marmeladen und Konfitüren
- Kuchen
- Kompotte
- Fruchtsoßen
- Desserts
- Säfte
zubereiten.
Auch Kirschpflaumen eignen sich je nach Sorte hervorragend für verschiedene Zubereitungen.
Kirschpflaume als Gartenpflanze
Die Kirschpflaume ist für Gärten besonders interessant, weil sie robust und vielseitig einsetzbar ist. Sie kann als einzelner Baum wachsen, wird aber auch als Unterlage für Veredelungen verwendet.
Aufgrund ihres dichten Wuchses kann sie außerdem für Hecken und Windschutzpflanzungen interessant sein.
Wer einen Kirschpflaumenbaum im Garten hat, sollte daher nicht überrascht sein, wenn dieser nicht nur wegen seiner Früchte gepflanzt wurde.
Worauf sollte man beim Kauf eines Baumes achten?
Wer gezielt eine Mirabelle pflanzen möchte, sollte beim Kauf auf die genaue Sortenbezeichnung achten. Die Bezeichnung „gelbe Pflaume“ allein sagt nicht immer eindeutig aus, um welche Art oder Sorte es sich handelt.
Bei Obstgehölzen sind außerdem Standort, Befruchtung, Winterhärte und gewünschte Wuchsform wichtige Kriterien.
Fazit
Nicht jede kleine gelbe Pflaume ist eine Mirabelle. Hinter den Früchten kann sich auch eine Kirschpflaume beziehungsweise Alycha verbergen. Beide Pflanzen können sich äußerlich stark ähneln, unterscheiden sich aber botanisch und werden im Garten unterschiedlich genutzt.
Wer die Früchte sicher bestimmen möchte, sollte deshalb nicht nur auf ihre gelbe Farbe achten, sondern auch Wuchsform, Blätter, Stein, Geschmack und weitere Merkmale berücksichtigen. So lässt sich besser erkennen, ob im Garten tatsächlich eine Mirabelle oder eine Kirschpflaume wächst.
Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.