Die großen Blätter des Rhabarbers sind für die Küche nicht geeignet und sollten nicht gegessen werden. Im Garten müssen sie jedoch keineswegs im Biomüll landen. Rhabarberblätter können auf verschiedene Weise im Garten genutzt werden und sind deshalb für Hobbygärtner durchaus interessant.
Aus den Blättern lassen sich unter anderem Pflanzenaufgüsse und Pflanzenjauchen herstellen. Außerdem können die großen Blätter direkt im Garten als natürliche Abdeckung eingesetzt werden.
Warum Rhabarberblätter nicht gegessen werden sollten
Rhabarberblätter enthalten Oxalsäure und weitere Stoffe, weshalb sie nicht als Lebensmittel verwendet werden sollten. Die Stiele des Rhabarbers werden dagegen traditionell in der Küche genutzt.
Nach der Ernte der Stiele bleiben oft große Blätter zurück. Statt sie einfach wegzuwerfen, können sie im Garten sinnvoll weiterverwendet werden.
1. Rhabarberblätter als natürlicher Pflanzenaufguss
Eine Möglichkeit besteht darin, aus den Blättern einen Rhabarberblätter-Aufguss herzustellen.
Dafür werden frische Rhabarberblätter grob zerkleinert und mit Wasser übergossen. Die Mischung kann anschließend einige Zeit ziehen und wird danach durch ein Sieb gefiltert.
Der entstandene Aufguss wird im Garten traditionell als natürliche Pflanzenpflege eingesetzt. Vor einer großflächigen Anwendung empfiehlt es sich, zunächst an wenigen Pflanzen zu testen, wie sie darauf reagieren.
2. Rhabarberblätter als Pflanzenjauche
Auch eine vergorene Pflanzenjauche lässt sich aus Rhabarberblättern herstellen.
Die zerkleinerten Blätter werden dazu in ein geeignetes Gefäß gegeben und mit Wasser bedeckt. Die Mischung sollte an einem geeigneten, geschützten Platz stehen und regelmäßig umgerührt werden.
Während der Gärung entsteht ein typischer Geruch. Nach Abschluss des Prozesses wird die Flüssigkeit gefiltert und entsprechend verdünnt verwendet.
Bei Pflanzenjauchen ist eine vorsichtige Dosierung wichtig. Die unverdünnte Flüssigkeit sollte nicht direkt auf empfindliche Pflanzen gegeben werden.
3. Große Rhabarberblätter als Mulch verwenden
Die großen Blätter eignen sich außerdem hervorragend als natürliche Bodenabdeckung.
Frische oder leicht angewelkte Blätter können rund um geeignete Gartenpflanzen gelegt werden. Sie bedecken den Boden, reduzieren die direkte Verdunstung und können mit der Zeit verrotten.
Allerdings sollten dicke Schichten vermieden werden, damit der Boden ausreichend Luft bekommt und sich keine dauerhaft feuchte Umgebung bildet.
4. Rhabarberblätter auf dem Kompost
Eine weitere einfache Möglichkeit ist die Verwendung im Kompost.
Zerkleinerte Rhabarberblätter verrotten leichter und können zusammen mit anderen Gartenabfällen kompostiert werden. Besonders sinnvoll ist es, verschiedene Materialien miteinander zu mischen, damit ein ausgewogenes Kompostmaterial entsteht.
Sehr große Blätter sollten vorher in kleinere Stücke geschnitten werden. Dadurch wird die Zersetzung beschleunigt.
Was sollte man bei der Verwendung beachten?
Auch wenn Rhabarberblätter im Garten nützlich sein können, sollte man einige Grundregeln beachten.
Die Blätter sollten nicht als Lebensmittel verwendet werden. Außerdem sollte man Aufgüsse und Jauchen nicht unnötig konzentriert einsetzen.
Wer die Wirkung einer selbst hergestellten Pflanzenmischung noch nicht kennt, sollte zunächst eine kleine Menge an wenigen Pflanzen testen. So lässt sich feststellen, ob die Anwendung gut vertragen wird.
Warum Rhabarberblätter viel zu schade für den Abfall sind
Rhabarber gehört zu den Pflanzen, bei denen nach der Ernte erstaunlich viel organisches Material übrig bleibt. Die großen Blätter können jedoch auf unterschiedliche Weise wieder in den Gartenkreislauf zurückgeführt werden.
Ob als Mulch, Kompostmaterial oder Grundlage für einen Pflanzenaufguss – aus den scheinbar nutzlosen Blättern kann noch etwas Sinnvolles entstehen.
Fazit
Rhabarberblätter sind zwar nicht für die Küche geeignet, müssen aber nach der Ernte nicht einfach entsorgt werden. Im Garten lassen sie sich auf verschiedene Weise nutzen.
Die vier interessantesten Möglichkeiten sind:
- Herstellung eines Pflanzenaufgusses,
- Herstellung einer verdünnten Pflanzenjauche,
- Verwendung als natürliche Mulchschicht,
- Kompostierung.
So können Sie die großen Blätter sinnvoll weiterverwenden und gleichzeitig den natürlichen Kreislauf im eigenen Garten unterstützen.
Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.