Tomaten im September pflegen: So reifen die letzten Früchte noch richtig aus

Im September verändert sich die Pflege der Tomaten deutlich. Während im Sommer vor allem Wachstum, Blütenbildung und Fruchtansatz im Mittelpunkt stehen, sollte sich die Aufmerksamkeit jetzt auf die Reifung der bereits angesetzten Früchte konzentrieren.

Die Tage werden kürzer, die Nächte kühler und die Pflanze hat weniger Zeit, neue Früchte vollständig auszubilden. Mit den richtigen Pflegemaßnahmen können Sie jedoch dafür sorgen, dass möglichst viele Tomaten noch vor dem ersten Frost reif werden.

Warum ist die Tomatenpflege im September anders?

Tomaten sind wärmeliebende Pflanzen. Sinkende Temperaturen und weniger Sonnenlicht verlangsamen im September das Wachstum und die Fruchtreife.

Deshalb lohnt es sich nicht mehr, die Pflanze unbegrenzt neue Blüten und Triebe bilden zu lassen. Stattdessen sollte sie ihre Energie auf die bereits vorhandenen Früchte konzentrieren.

Das Ziel lautet: weniger neues Wachstum, mehr Kraft für die vorhandenen Tomaten.

Neue Blüten entfernen

Im September können neu erscheinende Blüten entfernt werden, insbesondere wenn die Vegetationsperiode bald endet.

Aus diesen späten Blüten entstehen oft keine vollständig ausgereiften Früchte mehr. Die Pflanze verbraucht jedoch weiterhin Energie für die Bildung neuer Blüten und Fruchtansätze.

Durch das Entfernen unnötiger Blüten kann die Pflanze ihre vorhandenen Früchte besser versorgen.

Überzählige Triebe zurückschneiden

Auch neue Seitentriebe sollten regelmäßig kontrolliert werden. Besonders bei Stabtomaten kann ein gezieltes Ausgeizen sinnvoll sein.

Entfernen Sie vor allem Triebe, die offensichtlich keine ausreichend große Frucht mehr hervorbringen werden oder den Bestand unnötig verdichten.

Dabei sollte man jedoch nicht plötzlich große Mengen gesunder Blätter entfernen. Die Blätter bleiben wichtig für die Photosynthese und damit auch für die Reifung der Früchte.

Die Blätter nicht vollständig entfernen

Ein verbreiteter Fehler besteht darin, im Herbst möglichst viele Blätter abzuschneiden, damit die Tomaten mehr Sonne bekommen.

Das ist nicht immer sinnvoll. Gesunde Blätter sind weiterhin wichtig für die Pflanze. Entfernt werden sollten vor allem kranke, stark beschädigte oder abgestorbene Blätter.

Eine gute Durchlüftung ist besonders wichtig, weil feuchte und kühle Septembernächte die Ausbreitung von Pilzkrankheiten begünstigen können.

Richtig gießen

Im September benötigen Tomaten in der Regel weniger Wasser als während heißer Sommertage. Trotzdem darf der Wurzelbereich nicht vollständig austrocknen.

Gießen Sie möglichst gezielt am Boden und vermeiden Sie es, die Blätter unnötig nass zu machen. Am besten wird morgens gegossen, damit überschüssige Feuchtigkeit im Laufe des Tages abtrocknen kann.

Gleichmäßige Wasserversorgung ist wichtig, denn starke Schwankungen zwischen sehr trockenem und sehr feuchtem Boden können unter anderem das Aufplatzen von Früchten begünstigen.

Düngung im September

Eine starke stickstoffreiche Düngung ist im September meist nicht mehr das Ziel. Zu viel Stickstoff kann weiteres Blatt- und Triebwachstum fördern, obwohl die vorhandenen Früchte eigentlich ausreifen sollen.

Wenn eine Düngung erforderlich ist, sollte sie sich am Zustand der Pflanzen und am Nährstoffbedarf orientieren. Übermäßiges Düngen kurz vor dem Ende der Saison bringt häufig keinen Vorteil.

Tomaten vor Kälte schützen

Sinken die Temperaturen deutlich, sollte man besonders empfindliche Tomatenpflanzen schützen. Tomaten reagieren empfindlich auf Frost.

Bei Pflanzen im Gewächshaus kann das regelmäßige Lüften weiterhin wichtig sein, solange die Temperaturen es erlauben. An sonnigen Tagen kann sich die Luft im Gewächshaus stark erwärmen, während nachts die Temperaturen deutlich fallen.

Bei drohendem Frost können noch grüne, gesunde Früchte geerntet und an einem geeigneten Ort nachgereift werden.

Grüne Tomaten nachreifen lassen

Nicht jede Tomate muss vollständig rot an der Pflanze werden. Wenn der erste Frost droht, können geeignete Früchte rechtzeitig geerntet werden.

Grüne oder bereits leicht verfärbte Tomaten können unter geeigneten Bedingungen nachreifen. Dafür eignet sich ein warmer, trockener und nicht zu sonniger Platz.

Beschädigte oder kranke Früchte sollten dagegen nicht zusammen mit gesunden Tomaten gelagert werden.

Was jetzt besonders wichtig ist

Die Septemberpflege lässt sich auf einige wichtige Punkte konzentrieren:

  • neue Blüten bei Bedarf entfernen;
  • unnötige junge Triebe reduzieren;
  • gesunde Blätter möglichst erhalten;
  • kranke Blätter und Früchte entfernen;
  • gleichmäßig, aber nicht übermäßig gießen;
  • auf ausreichende Belüftung achten;
  • Tomaten vor Frost schützen;
  • reife Früchte regelmäßig ernten.

Fazit

Die Tomatenpflege im September verfolgt ein anderes Ziel als im Hochsommer. Jetzt geht es vor allem darum, die bereits angesetzten Früchte zur Reife zu bringen, anstatt die Pflanze zu immer neuem Wachstum anzuregen.

Wer neue Blüten und überflüssige Triebe reduziert, kranke Pflanzenteile entfernt, richtig gießt und die Tomaten rechtzeitig vor Kälte schützt, schafft gute Voraussetzungen für eine möglichst lange und ertragreiche Ernte.

Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.

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