Der Maulwurf wird im Garten oft als lästiger Besucher angesehen, weil seine Hügel Rasenflächen und Beete verändern können. In der Natur erfüllt er jedoch eine wichtige Funktion. Er ernährt sich hauptsächlich von kleinen Bodentieren und durchwühlt dabei den Boden auf der Suche nach Nahrung.
Wer einen Maulwurf im Garten entdeckt, sollte deshalb wissen, dass seine Anwesenheit nicht automatisch etwas Schlechtes bedeutet.
Was frisst ein Maulwurf?
Maulwürfe sind vor allem auf Nahrung angewiesen, die sie im Boden finden. Dazu gehören beispielsweise Regenwürmer, Insektenlarven, kleine Bodenlebewesen und teilweise andere wirbellose Tiere.
Entgegen einer weit verbreiteten Vorstellung ernährt sich der Maulwurf nicht von Pflanzenwurzeln. Auch Gemüse, Kartoffeln oder Blumen gehören nicht zu seiner typischen Nahrung.
Wenn Pflanzen im Garten beschädigt werden, liegt das daher meist nicht daran, dass der Maulwurf sie direkt frisst.
Warum gräbt der Maulwurf so viele Gänge?
Um seine Nahrung zu finden, legt der Maulwurf ein weit verzweigtes System unterirdischer Gänge an. Einige dieser Tunnel dienen als dauerhafte Wege, während andere der Nahrungssuche dienen können.
Die lockere Erde ermöglicht es dem Maulwurf, sich schnell unter der Oberfläche zu bewegen und nach Beutetieren zu suchen.
Die bekannten Maulwurfshügel entstehen, wenn Erde aus den unterirdischen Gängen nach oben geschoben wird.
Maulwurfshügel: Ärgerlich, aber nicht unbedingt schlecht
Auf einem gepflegten Rasen können Maulwurfshügel natürlich störend sein. Besonders wenn viele Hügel entstehen, wird die Oberfläche uneben und die Erde verteilt sich über das Gras.
Für den Boden selbst kann die Tätigkeit des Maulwurfs jedoch durchaus interessant sein. Beim Graben wird Erde bewegt und durchmischt. Dadurch können unterschiedliche Bodenschichten miteinander in Kontakt kommen.
Die aus den Gängen herausbeförderte Erde kann außerdem relativ locker und feinkrümelig sein.
Maulwürfe sind keine Pflanzenschädlinge
Ein wichtiger Punkt bei der Gartenpflege: Maulwürfe fressen keine Pflanzenwurzeln als Hauptnahrung. Wenn plötzlich junge Pflanzen welken oder Wurzeln beschädigt sind, sollte man nach anderen Ursachen suchen.
Wurzelschäden können beispielsweise durch Wühlmäuse oder andere Bodentiere entstehen. Auch Krankheiten, Trockenheit oder ungünstige Bodenbedingungen kommen infrage.
Die Unterscheidung zwischen Maulwurf und Wühlmaus ist deshalb besonders wichtig.
Welche Vorteile hat ein Maulwurf im Garten?
Der Maulwurf kann einen natürlichen Beitrag zum Ökosystem des Gartens leisten. Durch seine Nahrungssuche reduziert er bestimmte Bodenlebewesen und bewegt gleichzeitig große Mengen Erde.
Zu den möglichen Vorteilen gehören:
- natürliche Bodenbearbeitung,
- Auflockerung bestimmter Bodenschichten,
- Jagd auf verschiedene Bodentiere,
- Förderung natürlicher Prozesse im Boden,
- Bestandteil eines vielfältigen Gartenökosystems.
Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Gartenbesitzer Maulwurfshügel auf dem Rasen akzeptieren muss.
Was tun, wenn die Hügel stören?
Wenn ein Maulwurf regelmäßig neue Hügel auf dem Rasen anlegt, können diese vorsichtig eingeebnet werden. Wichtig ist, das Tier nicht zu verletzen.
In vielen Regionen steht der Maulwurf zudem unter besonderem Schutz. Deshalb sollte man sich vor Maßnahmen immer über die örtlichen gesetzlichen Bestimmungen informieren.
Von Methoden, die das Tier vergiften oder verletzen könnten, sollte grundsätzlich abgesehen werden.
Maulwurf oder Wühlmaus?
Die beiden Tiere werden häufig miteinander verwechselt. Ein Maulwurf ist überwiegend ein Fleischfresser und sucht nach Bodentieren. Wühlmäuse können dagegen Pflanzen und Wurzeln fressen und dadurch im Garten erhebliche Schäden verursachen.
Auch die Form der Gänge und Hügel kann Hinweise geben. Wer unsicher ist, sollte die Spuren genauer untersuchen, bevor Maßnahmen ergriffen werden.
Fazit
Der Maulwurf im Garten ist nicht einfach ein Schädling. Er ernährt sich hauptsächlich von kleinen Bodentieren wie Regenwürmern und Insektenlarven und bewegt bei der Nahrungssuche große Mengen Erde.
Seine Hügel können auf Rasenflächen zwar lästig sein, gleichzeitig ist der Maulwurf ein natürlicher Bestandteil des Bodenökosystems. Wer seine Anwesenheit nicht verhindern kann oder möchte, kann die Hügel regelmäßig vorsichtig einebnen und den Garten ansonsten möglichst naturnah gestalten.
Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.