Kartoffeln im August und September ernten: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Die richtige Kartoffelernte entscheidet wesentlich darüber, wie gut die Knollen den Winter überstehen. Wer Kartoffeln zu früh ausgräbt, erhält oft eine empfindliche Schale, die bei der Lagerung schnell beschädigt wird. Wartet man dagegen zu lange, können Feuchtigkeit, Krankheiten oder ungünstige Wetterbedingungen die Ernte beeinträchtigen.

Viele fragen deshalb, an welchen Tagen im August und September Kartoffeln geerntet werden sollten, damit sie möglichst lange haltbar bleiben und nicht faulen. Entscheidend ist allerdings weniger ein bestimmtes Kalenderdatum als der Reifegrad der Knollen, das Wetter und die Bodenbedingungen.

Wann sind Kartoffeln erntereif?

Ein wichtiges Zeichen für die Erntereife ist das natürliche Absterben des Kartoffelkrauts.

Wenn das Kraut vollständig vergilbt und vertrocknet ist, befindet sich die Pflanze in der Regel am Ende ihrer Entwicklung. Bei Lagerkartoffeln ist eine ausreichend feste Schale besonders wichtig.

Nach dem Absterben des Krauts kann man – abhängig von Sorte und Bedingungen – noch etwas warten, damit die Schale weiter aushärtet.

Bei ersten Anzeichen von Krautfäule oder anderen Krankheiten sollte man dagegen nicht einfach nur nach dem Kalender handeln. Befallene Pflanzen und Knollen erfordern eine sorgfältige Kontrolle.

Kartoffeln im August ernten

Im August werden häufig frühe und mittelfrühe Kartoffelsorten geerntet.

Für Kartoffeln, die sofort gegessen werden sollen, kann die Ernte relativ früh erfolgen. Wer Kartoffeln jedoch für die Winterlagerung anbauen möchte, sollte auf eine ausreichend feste Schale achten.

Ein einfacher Test: Reibt man vorsichtig mit dem Finger über eine Knolle und löst sich die Schale leicht ab, ist sie für eine längere Lagerung meist noch nicht optimal ausgereift.

Wenn sich die Schale dagegen nicht mehr leicht ablösen lässt, ist das ein gutes Zeichen für die Lagerfähigkeit.

Kartoffeln im September ernten

Spätere Sorten werden häufig im September geerntet. Auch hier sollte man nicht ausschließlich auf ein bestimmtes Datum achten.

Ideal ist ein trockener Tag mit möglichst trockenem Boden. Nasse Erde erschwert die Ernte und führt dazu, dass viel feuchte Erde an den Knollen haftet.

Außerdem sollten Kartoffeln nicht direkt vor oder während längerer Regenperioden ausgegraben werden, wenn sich dies vermeiden lässt.

Gibt es bestimmte Glückstage für die Kartoffelernte?

Im Garten kursieren verschiedene Empfehlungen zu sogenannten günstigen Tagen im Mondkalender oder bestimmten Tagen im August und September.

Für die tatsächliche Lagerfähigkeit von Kartoffeln sind jedoch andere Faktoren wesentlich wichtiger: Reifegrad, trockene Erntebedingungen, schonender Umgang und eine geeignete Lagerung.

Wer Kartoffeln möglichst lange lagern möchte, sollte sich daher nicht ausschließlich nach einem Kalenderdatum richten.

Der beste Erntetag ist trocken

Unabhängig vom Datum ist ein trockener Tag besonders günstig.

Der Boden sollte möglichst nicht nass und schlammig sein. Nach dem Ausgraben können die Knollen zunächst vorsichtig von grober Erde befreit werden.

Sie sollten jedoch nicht gewaschen werden, wenn sie anschließend gelagert werden sollen. Wasser erhöht die Gefahr von Fäulnis und erschwert die Lagerung.

Kartoffeln nach der Ernte richtig behandeln

Frisch ausgegrabene Kartoffeln sollten zunächst vorsichtig behandelt werden. Druckstellen, Schnitte und andere Verletzungen können später zu Fäulnis führen.

Beschädigte Knollen sollten deshalb aussortiert und möglichst zeitnah verbraucht werden.

Die unbeschädigten Kartoffeln können an einem trockenen, dunklen und gut belüfteten Ort nachreifen beziehungsweise abtrocknen.

Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da Kartoffeln unter Lichteinfluss grün werden können.

Kartoffeln richtig für den Winter lagern

Für eine lange Lagerung brauchen Kartoffeln vor allem:

  • Dunkelheit,
  • kühle Temperaturen,
  • gute Belüftung,
  • möglichst trockene Knollen,
  • Schutz vor Frost,
  • regelmäßige Kontrolle.

Ein geeigneter Lagerraum sollte nicht zu warm und nicht zu feucht sein. Gleichzeitig muss eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet sein.

Kartoffeln sollten außerdem nicht in dicht verschlossenen Plastiktüten gelagert werden.

Regelmäßig kontrollieren

Auch unter optimalen Bedingungen sollte der Kartoffelvorrat regelmäßig kontrolliert werden.

Weiche, faulende oder stark beschädigte Knollen werden sofort entfernt. Dadurch lässt sich verhindern, dass sich Fäulnis auf gesunde Kartoffeln ausbreitet.

Es lohnt sich außerdem, die Kartoffeln nicht unnötig oft umzuschichten, da dabei Verletzungen entstehen können.

Welche Fehler verkürzen die Lagerfähigkeit?

Einige typische Fehler führen dazu, dass Kartoffeln schneller verderben:

  • zu frühe Ernte,
  • Ernte bei stark nassem Boden,
  • verletzte Knollen einlagern,
  • Kartoffeln vor der Lagerung waschen,
  • Lagerung bei zu hohen Temperaturen,
  • Licht im Lagerraum,
  • schlechte Belüftung,
  • faulende Knollen nicht aussortieren.

Wer diese Fehler vermeidet, schafft deutlich bessere Voraussetzungen für eine lange Lagerung.

Fazit

Für die Kartoffelernte im August und September gibt es nicht den einen perfekten Kalendertag. Entscheidend sind der Reifegrad der Sorte, eine feste Schale, trockenes Wetter und ein möglichst trockener Boden.

Wer Kartoffeln für den Winter einlagern möchte, sollte die Knollen vorsichtig ernten, beschädigte Exemplare aussortieren, sie nicht waschen und anschließend dunkel, kühl und gut belüftet lagern.

So lässt sich das Risiko von Fäulnis reduzieren und die eigene Kartoffelernte möglichst lange genießen.

Der Text wurde vom Redaktionsteam mithilfe von KI-Tools aufbereitet. Alle Informationen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und redigiert.

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